Beispiele für Raritäten mit Geschichte

1.     Maler Kaehren von 1941 ( Das Bild zum Buch oder Das Buch zum Bild

2.     Maler F.J.B  zwischen 1929 bis 1933

3.     6 Keramiken von Max Lorenz (Opernsänger) und Berührungspunkte u.a. zu Hermann  Göring

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Das Bild zum Buch oder Das Buch zum Bild !

Erstmalig findet der Maler Kaehren mit dem Bild von 1941 „Titel: Auf weiter Heide“ Anerkennung in der Kunst & Museumswelt.

Kaehren, hat bis heute, keinen Einzug in die Kunstgeschichtliche Literatur genommen, bis auf: Maria Bockelmann Biografie „Auszug“ wurde am 04.08.1937 Adj.d.F Wunsch Hitlers, eine Maria Bockelmann (Berlin) als Ehrengast zum Reichsparteitag 1937 einzuladen. K 124 03172 (266)……


Später schrieb Marie Bockelmann in ihrem Buch „ Mein eigener Weg“ Erinnerungen, und erwähnt auf Seite 67 Maler Kaehren wie folgt:

„Sie war elf Jahre alt, als der Maler Kaehren, ein Flüchtling aus Ostpreußen, eine private Gemäldeausstellung bei uns veranstaltete. Herr Kaehren stellte viele Bilder mit Motiven aus der Lüneburger Heide und von Barendorf vor. Marina bat ihn, die Bilder heraussuchen zu dürfen, die ihr am besten gefielen. Es wurde ihr erlaubt und vorsichtig stellte sie diese zur Seite.Der Maler war überrascht über die Auswahl, die sie traf, und meinte,er selbst halte diese Bilder für die besten seiner Arbeiten…… Online-Buch

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Eins der letzten und wenigen Bilder von F.J.B, gemalt zwischen 1929 bis 1933 auf seiner Reise durch Italien und Frankreich……



Francis Watson (Sir Francis John Baggott Watson) träger des Royal Victorian Order), meist F. J. B. Watson zitiert, (* 24. August 1907 in Dudley, Worcestershire; † 27. September 1992 bei Corton, Wiltshire) war ein britischer Kunsthistoriker, der sich besonders mit Möbeln und der Malerei des 18. Jahrhunderts befasste.

Leben und Werk

Watson studierte Mathematik und Anglistik am St John's College der University of Cambridge, mit dem Abschluss in Mathematik 1929. Nach einer Reise durch Italien und Frankreich war er in verschiedenen Verlagshäusern, bevor er 1934 Angestellter (Registrar) im Courtauld Institute of Art wurde, nachdem er sich beim Besuch des Fitzwilliam Museum für Kunstgeschichte zu interessieren begann. Er befreundete sich mit verschiedenen Kunsthistorikern wie Charles F. Bell (Kurator im Ashmolean Museum in Oxford), der ihm später seine Bibliothek hinterließ, und folgte James Mann als dessen Assistent vom Courtauld Institut an die Wallace Collection (zunächst als Assistant Keeper).

Hier erstellte er einen Katalog der Möbel der Sammlung, der 1956 erschien und ihm den Ruf der führenden britischen Autorität für französische Möbel verschaffte[1] und auch im folgenden Jahr zur Einladung in die USA führte, um dort Vorlesungen zu halten. Während des Zweiten Weltkriegs war er in der Admiralität eingesetzt und heiratete 1941 Mary Jane Strong († 1969).[1] 1945 war er wieder in der Wallace Collection und wurde 1947 Assistenz-Aufseher (Deputy Surveyor) der königlichen Sammlungen (Royal Collection of Works of Art).

1963 wurde er der Direktor der Wallace Collection als Nachfolger von Mann und wurde Aufseher über die Sammlungen der Königin (Surveyor of the Queen´s Works of Art, bis 1972), ebenfalls als Nachfolger von Mann. 1969/70 war er Slade Professor of Fine Art an der University of Oxford. 1974 ging er in den Ruhestand, blieb aber Berater (Advisor) der Königin für deren Kunstsammlung. Er blieb auch weiter als Kunstexperte besonders in den USA gefragt, das er seit 1957 regelmäßig zu Vorträgen und als Kunstberater besuchte, und reiste bis ins hohe Alter viel insbesondere nach Asien.Er beriet auch die Sammler Charles und Jayne Wrightsman und erstellte 1966 bis 1973 den Katalog ihrer Sammlung, die später dem Metropolitan Museum of Art gehörte.

Neben seiner Spezialisierung auf Möbel (wobei er sich auch mit Erhaltungsfragen befasste und darüber Workshops zum Beispiel im Marlborough House hielt) war er ein Experte für die Kunst des 18. Jahrhunderts. Er schrieb Monographien über Canaletto (1949), Jean-Honoré Fragonard (1966) und Giambattista Tiepolo (1967).

1973 wurde er zum Knight Commander des Royal Victorian Order ernannt. Von 1970 bis 1976 war er Vorsitzender der Walpole Society. 1966 hielt er die Fred Cooke Memorial Lecture (über die Maler-Familie der Guardis). 1964 wurde er Vorsitzender der Furniture History Society.

Nach dem Tod seiner Frau (einer exzentrischen Katzen-Liebhaberin, die in ihrem gemeinsamen Haus um die 80 Katzen hielt) adoptierte er einen chinesischen Jura-Studenten (Cheng Huan) in Cambridge, der später ein bekannter Anwalt in Hongkong wurde und ihm später einen Alterswohnsitz in Wiltshire kaufte, wo er starb. Watson selbst betrieb Sinologie als Hobby. (Quellenangabe http://de.wikipedia.org/wiki/Francis_Watson)

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6 Keramiken, vermutlich zwischen 1934 bis 1964 von Max Lorenz (Opernsänger) kreiert. Die letzten zwei Arbeiten vom 14.06.1964 bringen die Tragik und Hilflosigkeit seiner im sterben liegenden Ehefrau (Jüdin Charlotte (Lotte) Appel (1897-1964) zum Ausdruck.


Die Keramiken sind in keinem Fachbuch aufgeführt bzw. von Kuratoren und Musen für Porzellan und Keramik zu identifizieren.

Jedoch könnte man zwei Rückschlüsse zur Herkunft der Rohkeramiken ziehen:

• Das Hermann Göring, Stifter der Keramiken war, da Eheleute Lorenz guten Kontakt zu Herrn Hermann Göring hatten.

• Auch nicht auszuschließen, das es sich um Probebrände von Carolus Magnus Hutschenreuther auf der Burg Hohenberg handelt.

Aufbau:

1.Auszug Herman Göring

2.Auszug Max Lorenz (Opernsänger) und Berührungspunkte zu Hermann Göring:

3.Auszug Burg Hohenberg und Carolus Magnus Hutschenreuther

4.Auszug Zeitzeugen zum Fund

Hermann Göring:

Kunstraub Hermann Göring war als Sammler von Kunstwerken ebenso bekannt wie berüchtigt. Seine Leidenschaft für schöne Bilder und andere Gegenstände machte ihn auch zum Kunsträuber. Der zweite Mann im »Dritten Reich« häufte so viele Objekte an wie kaum ein anderer Funktionär. Seine Sammlung bestand aus rund 1800 Gemälden. Zu diesen kamen noch zahlreiche Wandteppiche, Skulpturen und andere kunsthandwerkliche Objekte. Göring war beim Aufbau seiner Sammlung äußerst rücksichtslos. Er arbeitete mit dem für Kunstraub bekannten Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) zusammen und setzte auch eine eigene Organisation, die „Devisenschutzkommandos“ ein, die in seinem Auftrag in den besetzten Gebieten Kunst beschlagnahmte. Seiner Bau- und Sammelleidenschaft kam eine ihm 1943 von Hitler gewährte Dotation in Höhe von 6 Millionen Reichsmark sehr zustatten. Dem Beutezügler Göring wurde 1942 während der deutschen Besatzung der Niederlande eine Jan Vermeer-Fälschung Christus und die Ehebrecherin über den Bankier und Kunsthändler Alois Miedl verkauft, obwohl dieses Bild leicht als Fälschung hätte erkannt werden können, da der 1945 in Haft geständige und wohl berühmteste Kunstfälscher der Zeit, Han van Meegeren, mit Kobaltblau eine Farbe verwendete, die es zu Vermeers Zeiten noch gar nicht gab……..

Max Lorenz (Opernsänger) und Berührungspunkte zu Hermann Göring:

Anstatt die väterliche Metzgerei zu übernehmen, entschied er sich für eine künstlerische Karriere und änderte während seiner Gesangsausbildung Anfang der 20er Jahre auch seinen Namen von Max Sülzenfuß in den Künstlernamen Max Lorenz.

Seine Lehrer waren Max Pauli in Köln und Ernst Grenzebach in Berlin, später förderte ihn Heinz Tietjen. Lorenz debütierte 1927 an der Dresdner Staatsoper. 1933 verpflichtete man ihn an die Berliner Staatsoper. Es folgten zahlreiche Gastspiele an vielen Opernhäusern in aller Welt. Parallel dazu sang er von 1933 bis 1954 bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth, war von 1931 bis 1934 Mitglied der New Yorker Metropolitan Opera und von 1948 bis 1962 Mitglied der Wiener Staatsoper. 1942 spielte er die kleine Rolle eines Opernsängers in dem Film Altes Herz wird wieder jung.

Lorenz war zwar homosexuell, aber seit 1932 mit der Jüdin Charlotte (Lotte) Appel (1897-1964) verheiratet, einer Sängerin, die später auch als seine Managerin tätig war. Seine Homosexualität war von den Nationalsozialisten zunächst stillschweigend geduldet worden. Als Lorenz jedoch wegen einer Affäre mit einem jungen Mann vor Gericht gestellt wurde, teilte Adolf Hitler der damaligen Leiterin der Bayreuther Festspiele Winifred Wagner mit, Lorenz sei für die Festspiele untragbar geworden. Wagner soll ihm laut eigener Schilderung entgegnet haben, in diesem Fall könne sie „Bayreuth schließen“; ohne Lorenz sei „Bayreuth nicht zu machen“. Nach dem Ende des Gerichtsverfahrens versicherte ihr Hitler, Lorenz dürfe auch künftig in Bayreuth auftreten.[1]

Was seine jüdische Ehefrau betraf, bestand Lorenz darauf, sich mit ihr in der Öffentlichkeit zu zeigen, ein Verhalten, das von den Nationalsozialisten als Provokation empfunden wurde. Als SS-Leute während Lorenz’ Abwesenheit seine Frau und seine Schwiegermutter aus der Wohnung abholen sollten, konnte dies im letzten Moment verhindert werden: Lotte Lorenz konnte über eine Telefonnummer, die sie von Hermann Görings Schwester erhalten hatte, mit einer vorgesetzten Stelle telefonisch Kontakt aufnehmen; von dort erging an die SS-Leute die Weisung, die Wohnung zu verlassen und die Frauen unbehelligt zu lassen. Als Reaktion auf diesen Vorfall dekretierte Göring mit Schreiben vom 21. März 1943, Lorenz stehe unter seinem persönlichen Schutz; jedes Vorgehen gegen Lorenz, dessen Frau und deren Mutter habe zu unterbleiben.[2]

Waldemar Kmentt zufolge soll Max Lorenz seine privilegierte Stellung im Dritten Reich dazu verwendet haben, neben seiner Frau auch etliche jüdische Freunde und Kollegen vor Verfolgung zu schützen.[3]

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich Lorenz in Wien nieder und erwarb die österreichische Staatsbürgerschaft. Er war in dieser Zeit der führende Heldentenor an der Wiener Staatsoper und absolvierte auch zahlreiche Gastspiele an ausländischen Opernbühnen. In Bayreuth sang Lorenz zum letzten Mal 1954; dann folgten regelmäßige Auftritte bei den Salzburger Festspielen. 1962 bis 1974 unterrichtete Lorenz am Mozarteum in Salzburg und privat in München und Salzburg.

Max Lorenz war ein echter Wagner-Tenor und feierte seine größten Erfolge als Heldentenor in Wagner-Opern. 1960 sang er zum letzten Mal in Dresden den Tristan. Seinen letzten Auftritt auf einer Opernbühne hatte Lorenz 1962 an der Wiener Staatsoper. Zwei Jahre später starb seine Ehefrau Lotte. Ihr in Israel lebender Bruder James schrieb Lorenz danach einen Brief, in dem es unter anderem heißt:

[…] was Du in menschlicher Beziehung getan hast, wird für mich immer ein Vorbild sein: Du hast in der ganzen Hitlerzeit treu zu Deiner jüdischen Frau gehalten, und darüber hinaus hast Du meine selige Mutter unter eigener Gefahr bei Dir zuhaus versteckt gehalten. Daran werde ich mich immer mit tiefer Dankbarkeit erinnern. In inniger Freundschaft, James.[4]

Das Grab von Max und Lotte Lorenz befindet sich im Ehrenhain auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40, Nummer 37).

Burg Hohenberg:

Carolus Magnus Hutschenreuther: Geboren als 15. Kind des Porzellanmalers und Besitzers der Wallendorfer Porzellanmanufaktur Johann Heinrich Hutschenreuther im thüringischen Lichte (Wallendorf), verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Porzellanartikeln wie Pfeifenköpfen, Türkenbechern und Ähnlichem. Das Verkaufsgebiet erstreckte sich bis nach Ostbayern und den böhmischen Bädern.

Bei einem Besuch seiner Verwandten, des Oberförsters Ernst Ludwig Reuß und dessen Ehefrau Justina, geb. Böhner, auf der Burg Hohenberg lernte er so deren Tochter Johanna kennen.

Als Ortskundiger konnte Oberförster Reuß dem jungen Hutschenreuther, der nicht nur die Kunst des Porzellanmalens vom Vater erlernt hatte, sondern dem auch das Wissen um die Zusammensetzung und Herstellung des „weißen Goldes“ bekannt war, Vorkommen dieser „weißen Erde“ zeigen. Insgeheim führte Hutschenreuther damit Versuche durch. Das vielversprechende Ergebnis führte zu dem Entschluss, dort in Hohenberg selbst Porzellan herzustellen. Bis zur Verwirklichung dieses Planes war es aber noch ein langer und steiniger Weg.

1814 stellte ihm Oberförster Reuß Räume in der Burganlage zur Verfügung, in denen er zunächst begann weißes Porzellan zu bemalen. Dann lernte er den vermögenden Gutsbesitzer Christian Paul Aecker aus Seußen kennen. Mit ihm als Teilhaber wollte er eine gemeinsame Porzellanfabrik gründen. Es folgte eine Zeit, in der viele administrative und bürokratische Hindernisse zu überwinden waren. Mehr als sechs Jahre vergingen von beider erster Eingabe am 10. September 1816 mit der „Bitte um Erteilung einer Konzession zur Errichtung einer Porzellanfabrik in Hohenberg“ bis zu deren Genehmigung am 7. November 1822. Einige Jahre später, nachdem Aecker eine eigene Konzession zum Betrieb einer Porzellanfabrik in Schirnding erhielt, trennten sich ihre Wege wieder.[2]

In diese Jahre fällt seine Hochzeit mit Johanna Maria Barbara Reuß (22. Dezember 1816) und der Erwerb von Grundstück und Gebäude eines stillgelegten Alaunwerkes „auf der Freundschaft“ in Hohenberg, wo bis heute die Porzellanfabrik C. M. Hutschenreuther steht. Es spricht für den Pioniergeist und den Unternehmersinn von Hutschenreuther, dass er sich durch die vielen Ablehnungen seiner Anträge, Nachweisforderungen seiner Qualifikation und seiner finanziellen Situation sowie Einsprüchen seitens der königlichen Porzellanmanufaktur und der ortsansässigen Hammerwerksbesitzer nicht entmutigen ließ. Mit Erlangen der Konzession aber waren die Startschwierigkeiten längst nicht überwunden. Galt es doch mit den vorhandenen Mitteln einen kleinen Brennofen zu errichten und Arbeiter zur Herstellung anzulernen.

Das Mischen der Rohstoffe und die Beaufsichtigung des Brennens dürfte Hutschenreuther in dieser Zeit selbst durchgeführt haben, um das Insiderwissen für sich zu bewahren. Auch die Dekoration und der Vertrieb der Ware ist in dieser Anfangsperiode wohl hauptsächlich durch ihn selbst erfolgt. So verwundert es nicht, wenn die Porzellanfabrikation in Hohenberg in der Anfangszeit nur wenig Gewinn erbrachte. Erst die Errichtung eines weiteren Brennofens, der Bau einer größeren Massemühle an der Eger (1841) und die Beschäftigung mehrerer Maler bzw. der Verkauf von weißer Porzellanware an selbständig arbeitende Maler brachten letztlich den entscheidenden finanziellen und auch technischen Durchbruch.

Nachkommen: Am 10. November 1845 starb Carolus Magnus Hutschenreuther in Hohenberg. Die Fortführung der Firma oblag von da an der Witwe Johanna zusammen mit ihren Söhnen Lorenz und Christian.

Die im Jahre 1822 gegründete Porzellanfabrik sollte zur C. M. Hutschenreuther AG Hohenberg aufsteigen, Rezessionen und Wirren zweier Weltkriege überdauern, Weltgeltung erlangen und 1969 mit der 1856 von Lorenz Hutschenreuther in Selb gegründeten Porzellanfabrik zur Hutschenreuther AG Selb verschmelzen.

Ab 1936 war die Burg Schulungsburg des NS-Lehrerbundes und Landschulheim. Bei den Kampfhandlungen im April 1945, als SS-Truppen den Ort zu verteidigen versuchten, fielen einige Wehrtürme, die Vorburg sowie etwa ein Drittel des Ortes dem Beschuß der amerikanischen Truppen zum Opfer.

Ab 1951 begann der allmähliche Wiederaufbau durch den bayerischen Staat u.a. der Burg Hohenberg, ab 1957 beim Sudetendeutsche Sozial- und Bildungswerk e.V

Zeitzeugen zum Fund:

Aus einem Nachlass der Familie………., mit Biographie, ab der NS-Zeit und der aktiven Beteiligung der Ehefrau …………. sich bekennend für etwas einsetzend, Trägerin des Bundesverdienstkreuz (Rotes Band) und Freundin der Familie Lorenz…….

Dokument zwischen 1938 bis 1943 an Frau Lorenz.....